HV 1200

Generalversammlung 2018

Heimatideen füllen die Scheune
Bericht in den Westfälischen Nachrichten vom 4.12.2018

Bis auf den letzten Platz besetzt war die adventlich geschmückte Bürgerscheune am Sonntagabend. Die Einladung des Heimatvereins zur jährlichen Jahreshauptversammlung hatte wieder rund 200 Mitglieder zusammengeführt.

 
An der Seite des Heimatvereinsvorsitzenden Martin Wenners (2.v.re.) stehen die beiden Stellvertreter Norbert Winkelmann ((re.) und Harald Schütz (2.v.li.). Den Vorstand komplettieren Schriftführer Josef Berkemeier (li.) und Kassierer Jürgen Zepp (3.v.re.). Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Reinhard Dyckhoff (3.v.li.). Foto: Marlies Grüter

Auf sie wartete ein abwechslungsreiches Programm, in dem auch die Regularien ihren festen Platz hatten.

Gestärkt mit einem winterlich-deftigen Schmaus machten sich die Heimatfreunde unter der Leitung des Vorsitzenden Martin Wenners an die Arbeit und lauschten dem Kassenbericht von Jürgen Zepp. Während in den vergangenen Jahren immer ein leichtes Plus in der Kasse dazu führte, dass die Rücklagen für schwierigere Zeiten aufgefüllt werden konnten, musste diese nun ein wenig „angeknabbert“ werden. Grund sind die – erwarteten – Kosten für die Instandhaltung des Heimathauses und des Brennereimuseums sowie der Betriebsausstattung.

Die Kassenprüfer Stefan Kordes und Alfons Günnigmann durchleuchteten die Finanzen des Heimatvereins und kamen zu dem Schluss: „Alles in bester Ordnung.“ Einer Entlastung des Kassierers und des Vorstandes stand deshalb nichts im Weg. An der Satzung des Vereins mussten nicht zuletzt vor dem Hintergrund der neuen Datenschutzrichtlinien redaktionelle Änderungen vorgenommen werden. Harald Schütz stellte diesen Punkt der Versammlung vor.

Einig waren sich die Heimatfreunde bei den anstehenden Wahlen. In Zukunft werden die Aufgaben des zweiten Vorsitzenden auf zwei Schultern verteilt. Harald Schütz und Norbert Winkelmann wurden von der Versammlung mit diesen Aufgaben betraut. Reinhard Dyckhoff stand für das Amt nicht mehr zur Verfügung. Die Kasse des Vereins wird weiterhin von Jürgen Zepp geführt. Die Prüfung der Finanzen übernehmen im kommenden Jahr Alfons Günnigmann und Heike Hoppe.

Der Jahresbericht mit vielen Fotos und bewegten Bildern zeigte der Versammlung einmal mehr, wie vielseitig und aktuell der Heimatverein aufgestellt ist. Antonius Grüter ließ in plattdeutscher Sprache das Geschehen im Dorf Revue passieren. Unterstützt wurde er von Willi Beuning, der auf die mehrtägige Reise des Heimatvereins zurückblickte.

Das Projekt, an einzelnen Straßenzügen die Entwicklung des Dorfes zu dokumentieren, trifft auf großes Interesse bei den Bürgern. Nach der Lindenstraße soll im kommenden Jahr die Grevener Straße im Mittelpunkt stehen.

Das Programm für 2019 gibt es online. (siehe hier)

 

 
 

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Kalender und Buchvorstellung

Für das Kalenderjahr hat der Heimatverein erstmalig einen Kalender mit ausgewählten historischen Ansichten Saerbecks drucken lassen. Dank der Unterstützung durch die Kreissparkasse Steinfurt, des BHD-Pflege-Teamsund der Bürgerstiftung Saerbeck kann der Kalender für 12,00 € angeboten werden. Vorgestellt wird er zusammen mit dem Buch "Herdfeuergeschichten" des Heimatvereins am 15.11.2018 um 19.30 Uhr im Bürgerhaus.

Kalender01  Kalender09  HAN 002 289

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Brennerei in anderen Licht

Das Brennereimuseum strahlte am Freitagabend deutlich nach Saerbeck hinein und darüber hinaus. Zum 20-jährigen Bestehen wagte der Heimatverein ein ungewöhnliches Format für die Feier: „Brennerei in anderem Licht“ mit farbigen Illuminationen.

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Lichterfest

Lichterfest zum 20-jährigen Jubiläum des Saerbecker Brennereimuseums

Eine lange und bewegte Geschichte haben sie hinter sich - das Kornbrennereimuseum und das  darin integrierte Heimathaus in Saerbeck. Am 21.9.2018 ab 19.30 Uhr feiert der Heimatverein Saerbeck jetzt das 20-jährige Bestehen der Einweihung des Museums mit einem Lichterfest. Es wird das Gebäude innen und aussen in in neuem Glanz erstrahlen lassen. Alle interessierten Heimatfreunde sind dazu herzlich eingeladen.
2012 2013 Umbauarbeiten Giebel Nordseite

1993 erwarb der Heimatverein Saerbeck das stark renovierungsbedürftige, ein Jahr zuvor unter Denkmalschutz gestellte Gebäude samt Inventar. In unzähligen ehrenamtlichen
Arbeitsstunden durch einen Arbeitskreis des Heimatvereins wurde der gesamte Komplex einschliesslich der original erhaltenen Brennereianlage über mehrere Jahre  von Grund auf renoviert. 1998 war es dann soweit. Nach der Fertigstellung der ehemaligen Wohnräume konnte auch das Museum eingeweiht und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Seitdem erfreuen sich Heimathaus und Brennereimuseum wachsender Beliebtheit im gesamten Münsterland.

Begonnen hatte die Geschichte der Saerbecker Kornbrennerei bereits vor 206 Jahren. 1812 erwarb Johann Dalmöller das Gebäude und gründete dort die Kornbrennerei und Schankwirtschaft  Dalmöller-Niehaus. Bis 1976 wurde dort Alkohol gebrannt, 1977 stellten die Nachfolger aus der Familie Niehaus den Betrieb ein und veräusserten die Brennrechte an die Brennerei Northoff in Ostenfelde.  Noch heute werden dort Saerbecker Spirituosenspezialitäten für den Heimatverein hergestellt, allen voran der allseits bekannte "Hausfreund", ein Kräuterschnaps nach alter Rezeptur.

Brennerei Fein und Rohbrennsäulen Maischbottich

Heute dient das Heimathaus den Saerbecker Heimatfreunden mit seinem offenen Herdfeuer und seiner einladenden Wohnstube als ständiges Domizil zum Arbeiten und Feiern.
Das Museum verzeichnet eine von Jahr zu Jahr stetig steigende Zahl an Führungen und beindruckt seine Besucher mit seiner original erhaltenen und liebevoll restaurierten Kornbrennereianlage.

Am 21.9.2018 ist das gesamte Gebäude aus Anlass des Jubiläums öffentlich zugänglich und speziell illuminiert. . Für Interessierte werden auch Kurzführungen angeboten.

Fotos: Das renovierte Kornbrennereimuseum mit dem Heimathaus
            Die ebefalls renovierten, original erhaltenen kupfernen Brennanlagen

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Geschichten von der Lindenstrasse-Klöncafé

Bericht in den Westfälischen  Nachrichten am 20.2.2018
2018 02 17 Kloencafe     Foto Marlies Grüter

Saerbeck - Das Rezept ist so einfach wie genial: Man nehme eine „alte“ Dorfstraße, rücke sie mit historischen und aktuellen Bildern in den Fokus und lasse Menschen aller Generationen ihre Erinnerungen, Geschichten und Anekdoten berichten. Dazu ein gemütliches Ambiente, lecker Kaffee und selbst gebackenen Kuchen – und fertig ist das Klöncafé.

Das Veranstaltungsformat des Heimatvereins kommt an. Am Samstagnachmittag füllten über 100 Besucher das Pfarrheim bis auf den letzten Platz, um über die Lindenstraße zu schnacken. Viel Mühe und akribische Vorbereitung steckten in der Präsentation des Heimatvereins. Thomas Witt , Josef Berkemeier und Jürgen Zepp hatten Fotos aus den vergangenen 50 Jahren ausgegraben und Videos aus dem Nachlass von Dr. Gerhard Wünsche gesichtet und aufbereitet.

Warum die Lindenstraße ihren Namen trägt, machten schon die ältesten Bilder deutlich: Eine Lindenallee säumte die Straße, die sich aus dem Dorfzentrum kommend Richtung Lengerich schlängelt. Ludger Dierksmeier kommentierte gekonnt die Fotoserie. „Damals hatten die Saerbecker noch freie Sicht von Lehmann bis Vogelpohl“, sagte er und lenkte den Blick auf die Dorfentwicklung im östlichen Gemeindegebiet. Der Bau des Schul- und Sportzentrum und die Wohnsiedlungen Eschgarten I, II und Haselstiege kennzeichnen den Weg des Wachstums des Dorfes.

Einschneidend war der Ausbau der Lindenstraße Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die Linden mussten weichen, um die Häuser an die Kanalisation anzuschließen und die Fahrbahn nebst Rad- und Fußweg zu verbreitern. „Die Bauarbeiten haben zwei Schützenfeste lang gedauert“, wussten die Mitglieder des Vorbereitungsteams und ließen zum Beweis bewegte Bilder sprechen. Dass auch die Kirmes und der traditionelle Markt am Kirmesmontag ohne die Lindenstraße nicht denkbar gewesen wären, überraschte besonders die jüngeren Besucher des Klöncafés. „Im nächsten Jahr werden wir eine weitere Dorfstraße beleuchten“, versprachen die Aktiven des Heimatvereins.

Von Marlies Grüter

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