Heimatverein Riesenbeck & Saerbeck · Ergebnis der gemeinsamen Projektgruppe „Helene“

Herzogin Helene
zu Mecklenburg‑Strelitz

1924–1962 · Vom russischen Hochadel in die Welt der Geheimdiplomatie

Liebe Besucherinnen und Besucher,

hinter dem stillen Birgter Feld bei Riesenbeck verbirgt sich die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer Frau, deren Wege vom russischen Hochadel bis in die Welt von Jetset und Geheimdiplomatie führten – und die an diesem Ort ein tragisches Ende fand. Diese Seite erzählt ihre Biografie und die Geschichte des Gedenkens an sie.

1924Geburtsjahr Helenes
7. Juli 1962Absturz im Birgter Feld
3 Mio. CHFLebensversicherung
Ur-Enkelin Katharinas d. Gr.

Worum es gehtDie großen Fragen des Absturzes

Genealogie

War Helene Enkelin des letzten Kaisers?

Oft behauptet – hier eingeordnet: Helene war zwar mit Kaiser Wilhelm II. verwandt, jedoch nicht dessen Enkelin. Ihre Linie führt über Zarin Katharina die Große.

Technik & Unfall

Technisches Versagen oder Sabotage?

Die Maschine flog auffällig langsam und niedrig, dann stürzte sie ab. Hinweise auf eine Bombe gibt es nicht – warum der Pilot nicht mehr eingreifen konnte, bleibt bis heute offen.

Versicherung & Motive

Wollte der Ehemann kassieren?

Vier Lebensversicherungen über rund 3 Mio. CHF. Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Hamm ergaben jedoch keinen Hinweis auf ein Verbrechen.

Kalter Krieg

Nasser, Geheimdienste & Kamils Netzwerk

Mit den Züricher Firmen MECO und MTP lieferte Hassan Sayed Kamil Rüstungs-Know-how nach Ägypten – mitten im Kalten Krieg und im Visier ausländischer Geheimdienste.

Das familiäre Netzwerk von Herzogin Helene

Herzogin Helene zu Mecklenburg-Strelitz wurde am 15. November 1924 in St Leonards-on-Sea (England) geboren. Sie war die Tochter von Georg Herzog zu Mecklenburg-Strelitz und Irina Michailowna Rajewskaja aus russischem Hochadel. Zunächst als Gräfin von Carlow geführt, wurde sie am 11. September 1928 vollständig in das Haus Mecklenburg-Strelitz aufgenommen. Ihre Kindheit verbrachte sie im Schloss Remplin, dem Ort östlich von Güstrow, mit dem Saerbeck nach der Wiedervereinigung 1989 vorübergehend eine Partnerschaft einging.

Helenes adelige Herkunft

Helene zu Mecklenburg-Strelitz entstammte dem europäischen Hochadel. Über ihre Mutter – aus den Familien Rajewski und Borozdin – war sie weit verzweigt im russischen Hochadel und stand in direkter familiärer Beziehung zum russischen Zarenhaus. Dadurch war sie tatsächlich „mit den Zaren verwandt“.

Ihr Großvater väterlicherseits, Herzog Georg Alexander zu Mecklenburg-Strelitz (1859–1909), war ein Urenkel von Zar Paul I. (1754–1801), dem Sohn von Katharina der Großen. Herzog Georg Alexanders Mutter, Großfürstin Katharina Michailowna Romanowa (1827–1894), war eine Enkelin von Zar Paul I.

Damit führte Helenes Abstammung direkt in das Haus Romanow; zugleich war sie indirekt mit der Dynastie der Habsburger verbunden.

Somit war Helene Kamil, geborene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz, in gerader Linie eine Ur-Ur-Ur-Ur-Enkelin von Zarin Katharina II. – „Katharina die Große“ – und gleichzeitig eine Stief-Enkelin des letzten österreichischen Kaisers, da Herzogin Helenes Vater nach dem Tod seiner ersten Frau die jüngste Tochter des österreichischen Kaisers heiratete.

Abb. 1 · Stammbaum: von Zarin Katharina II. „Katharina die Große“ bis Herzogin Helene zu Mecklenburg-Strelitz.
Abb. 1 · Stammbaum: von Zarin Katharina II. „Katharina die Große“ bis Herzogin Helene zu Mecklenburg-Strelitz.

Helene war keine Enkelin des letzten deutschen Kaisers

Helene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz war zwar mit Kaiser Wilhelm II. verwandt, jedoch nicht dessen Enkelin, wie es fälschlicherweise oft behauptet wird – beispielsweise auch im Jahrbuch für den Kreis Steinfurt „Unser Kreis 2013“.

April 1945Die Episode in Struth und Kloster Zella

Eine kurze, aber bedeutende Episode im Leben von Herzogin Helene spielte sich im April 1945 in Struth und Kloster Zella ab (zwischen Göttingen und Eisenach gelegen). Dort fand sie gemeinsam mit ihrer Cousine Natalia Gagarina Zuflucht, während die Front näher rückte.

Als amerikanische Truppen Anfang April 1945 das Dorf erreichten und zunächst noch auf heftigen Widerstand deutscher Truppen stießen, erwiesen sich Helenes Kenntnisse der englischen Sprache als entscheidend. Mit Mut, Besonnenheit und diplomatischem Geschick gelang es ihr, eine Eskalation zu verhindern. Sie überzeugte die Soldaten davon, dass keine Gefahr mehr vom Ort und den verbliebenen Bewohnern ausging – und bewahrte Struth damit vor der totalen Zerstörung.

Abb. 2 · „Helene rettet am 10. 4. 45 das Dorf Struth“ – Fotoillustration: Kloster Zella, April 1945 – in der Bildmitte ist Helene zu sehen, wie sie die Bewohner darüber informiert, dass das Dorf verschont bleibt und sie dorthin wieder zurückkehren können.
Abb. 2 · „Helene rettet am 10. 4. 45 das Dorf Struth“ – Fotoillustration: Kloster Zella, April 1945 – in der Bildmitte ist Helene zu sehen, wie sie die Bewohner darüber informiert, dass das Dorf verschont bleibt und sie dorthin wieder zurückkehren können.

Zwischen Jetset und Geheimmission

Abb. 3 · Porträtaufnahme von Helene.
Abb. 3 · Porträtaufnahme von Helene.

Helene und ihr Ehemann Hassan Sayed Kamil führten in den 1950er- und 1960er-Jahren ein Leben wie aus einem Agentenfilm: mondän, international und von einem Hauch Geheimnis umgeben. Ihre Hochzeit am 10. Februar 1955 in Hinterzarten war der Auftakt zu einem Leben zwischen Zürich, Kairo und den Metropolen Europas.

Das Paar bewegte sich in der High Society. Helene war Vizepräsidentin des Verwaltungsrats eines Textilunternehmens und gesellschaftlich bestens vernetzt – ihre Feste konnten bis zu 80.000 Franken kosten.

Doch hinter dem Glamour lag eine verdeckte Ebene: Ehemann Hassan Sayed Kamil, Ingenieur und Unternehmer mit ägyptischen Wurzeln und Schweizer Pass, gründete in Zürich die Firmen MECO und MTP. Offiziell technische Betriebe, dienten sie in Wirklichkeit als Tarnfirmen für diskrete Lieferungen zwischen Europa und Ägypten – im Auftrag von Präsident Gamal Abdel Nasser und mitten im Kalten Krieg.

So verband sich in Helenes Leben Jetset mit Geheimmission – eine außergewöhnliche Mischung aus gesellschaftlichem Glanz und internationaler Politik.

Der Absturz des Sportflugzeugs mit dem Kennzeichen D-INLH

Am 7. Juli 1962 startete gegen 13 Uhr eine „Beechcraft 50 Twin Bonanza“ der Air Lloyd – Deutsche Nahverkehrsflug AG von Westerland/Sylt nach Düsseldorf. Die Fluggesellschaft war erst Ende 1961 aus einer Fusion hervorgegangen, jedoch bereits wirtschaftlich angeschlagen und wurde noch im Jahr 1962 wieder aufgelöst.

An Bord des zweimotorigen Flugzeugs befanden sich nur zwei Personen: Helene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz, verheiratete Kamil, und der sehr erfahrene Pilot Hans Tinnefeld (39) aus Wesel. Er war verheiratet und verfügte über insgesamt 700 Flugstunden, davon 200 Flugstunden auf zweimotorigen Maschinen. Auf dem verunglückten Flugzeugtyp, der Twin Bonanza, hatte er 9,5 Flugstunden absolviert.

Der Absturz in Riesenbeck-Birgte

Die Überprüfung von Flugzeit und Flugweg ergab laut Bericht des Luftfahrt-Bundesamtes, dass der Flug bis zur Unfallstelle ohne Verzögerungen und normal verlaufen sein muss. Die Wetterlage war gut: gutes Flugwetter auf der gesamten Strecke, Wind 280 Grad mit 8 Knoten, Wolken in mehreren Schichten ab 2000 Fuß, Sicht 15 bis 30 Kilometer.

Gegen 14:05 Uhr erreichte die Maschine den Raum Riesenbeck-Ibbenbüren. Mehrere Augenzeugen wurden von der Kriminalpolizei vernommen; ihre Aussagen decken sich in den wesentlichen Punkten.

Der Landwirt Albert Lehmann und der Landwirt Bernhard Kortevoß befanden sich auf dem Birgter Feld. Beide schilderten ein Flugzeug, das auffällig langsam und niedrig flog – Lehmann schätzte die Höhe auf 30 bis 40 Meter – und bei dem sie den Eindruck hatten, „dass mit der Maschine etwas nicht in Ordnung sei“. Das Flugzeug flog eine etwa 90-Grad-Linkskurve, hob danach die Nase an und stürzte unmittelbar darauf kopfüber nach unten. Den Aufschlag selbst sahen beide nicht, weil sie hinter einem Roggenfeld standen; sie hörten ihn und sahen sofort danach Flammen aufsteigen. Beide gaben an, vor dem Absturz weder Rauch noch Flammen an der Maschine bemerkt zu haben.

Der Kaufmann Willi Brüggen, selbst Inhaber eines Privatflugzeugführerscheins und Eigentümer einer Jodel, beobachtete den Vorgang von seinem eigenen kleinen Privatlandeplatz aus besonders aufmerksam. Er gab an, das zweimotorige Flugzeug flog ungewöhnlich langsam – er hatte „das Empfinden, als wäre die Maschine zu langsam, um noch sicher flugfähig zu sein“. Bis zu diesem Zeitpunkt sei ein gleichmäßig starkes Motorengeräusch zu hören gewesen. Dann schwoll das Motorengeräusch plötzlich stark an („Aufheulen“), die Nase hob sich etwas, die Maschine schlug ruckartig über die linke Fläche um und ging in einer Trudelbewegung zu Boden; gleichzeitig sah er eine Stichflamme und Qualmwolken.

Das Flugzeug war um 14.05 Uhr auf einer Wiese des Bauern Rohmann aufgeschlagen, nur wenige hundert Meter südlich der Gaststätte Hundt/Birkenhof. Der erste Bodenkontakt erfolgte über die rechte Tragfläche. Beim Aufprall wurde der rechte Benzintank massiv beschädigt. Der dort austretende Kraftstoff entzündete sich und setzte den rechten Flügel und die Kabine sofort in Brand.

Abb. 4 · Das Heck der Unfallmaschine ist nach dem Absturz noch unzerstört. Im Vordergrund liegt die rechte Tragfläche.
Abb. 4 · Das Heck der Unfallmaschine ist nach dem Absturz noch unzerstört. Im Vordergrund liegt die rechte Tragfläche.
Abb. 5 · Das Flugzeug von vorne. Die Kanzel ist völlig zerstört, die linke Tragfläche mit Motor gut erkennbar.
Abb. 5 · Das Flugzeug von vorne. Die Kanzel ist völlig zerstört, die linke Tragfläche mit Motor gut erkennbar.

Warum der Pilot Hans Tinnefeld keinen Funkspruch abgesetzt hat und warum er weder den Flugplatz Hüttrup (heute FMO) mit seiner damaligen 1.000-Meter-Betonbahn erreichte noch den nahegelegenen Privatflugplatz Brügge in Dörenthe, ist bis zum heutigen Tage ein Rätsel geblieben. Im Untersuchungsbericht steht dazu vermerkt: Das von Beobachtern geschilderte Flugbild – der Flugzustand vor dem Absturz – lasse den Schluss zu, dass der Flugzeugführer allem Anschein nach nicht mehr in der Lage gewesen sei, eine Notlandung durchzuführen. Warum er dazu nicht mehr in der Lage war, bleibt offen …

Keine Rettung mehr möglich

Kurz nach dem Aufprall der Maschine war bereits eine deutliche Rauchsäule am Himmel zu sehen. Jugendliche und Erwachsene machten sich mit Fahrrädern auf den Weg, um herauszufinden, was im Birgter Feld geschehen war.

Die Feuerwehr Riesenbeck traf nur kurze Zeit nach dem Absturz ein. Beim Aufprall waren die Tanks des Flugzeugs geborsten; das auslaufende Benzin entzündete sich, und eine haushohe Stichflamme schlug empor. Die Zeitzeugen Ewald Brüggemeier, Josef Keller und August Verlage berichteten später von den erschütternden ersten Eindrücken: Zwei leblose Körper waren durch das Feuer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt – jede Hilfe kam zu spät. Dr. Bauer aus Riesenbeck untersuchte die Opfer im Beisein der Zeitzeugen und stellte fest, dass es sich um einen Mann und eine Frau handelte. Nach der Freigabe wurden die auf etwa einen Meter Länge geschrumpften Körper geborgen und in einen Sarg gelegt.

Am Samstag wurde die Identität der Opfer noch nicht offiziell bekanntgegeben. Erst am Sonntag erfuhr die Öffentlichkeit, dass es sich um die 37-jährige Helene Kamil, geborene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz, Ehefrau des ägyptisch-schweizerischen Geschäftsmanns Hassan Sayed Kamil, sowie den 39-jährigen Piloten Hans Tinnefeld aus Wesel handelte.

Von der Trauer überwältigt

Abb. 6 · Die Todesanzeige von Helene Kamil, Herzogin zu Mecklenburg.
Abb. 6 · Die Todesanzeige von Helene Kamil, Herzogin zu Mecklenburg.

Voller Sorge telefonierte Hassan Sayed Kamil mit dem Flughafen in Düsseldorf, nachdem er erfahren hatte, dass die Maschine dort nicht gelandet war. Doch die Flugsicherung hüllte sich in Schweigen und verwies auf den Flugplatz in Köln, von wo aus die Twin Bonanza am Morgen gestartet war. Auch dort erhielt er keine Informationen. Verzweifelt rief er daraufhin zwischen 17:00 Uhr und 17:30 Uhr drei Mal beim Luftfahrt-Bundesamt an. Beim zweiten Anruf bot er an, einen Hubschrauber zu schicken, um seine Frau – falls sie noch leben würde – ins beste Krankenhaus nach Düsseldorf fliegen zu lassen. Beim dritten Telefonat wurde ihm schließlich mitgeteilt, dass das Flugzeug mit seiner Gattin abgestürzt sei; Einzelheiten könne man ihm jedoch nicht mitteilen.

Nachdem er den Absturzort in Erfahrung gebracht hatte, flog er noch am Abend mit einem Charterflugzeug von Sylt nach Rheine-Eschendorf. Doch für eine Ortsbesichtigung war es schon zu spät. Nach einer Übernachtung besuchte er am nächsten Tag gemeinsam mit seinem Freund, dem Juwelenhändler Kern, die Unglücksstelle. Dort suchte er verzweifelt nach dem Ehering seiner Frau und einer Schmuckkassette. Den Ring fand später ein Bundeswehrsoldat, der das Wrack bewachte. Die Schmuckkassette blieb verschwunden. Die Flugzeugtrümmer wurden am 11. Juli 1962 entfernt. Hassan Sayed Kamil soll noch vor Ort die 2.000 qm große Wiese von Bauer Rohmann erworben haben, auf der das Flugzeug abgestürzt war. Am 13. Juli 1962 wurde ein Schild aufgestellt: „Gedenkstätte – bitte nicht betreten“.

Die Trauerfeier für Helene fand am 12. Juli 1962 in der Erlöserkirche in Sigmaringen statt. Anschließend wurde Helene neben ihrer Mutter in der Familiengruft in Inzigkofen beigesetzt.

Wer heute über das Birgter Feld geht, ahnt kaum, wie tief die Geschichte dieses Ortes reicht. Zwischen Feldern, Wind und weitem Himmel lebt die Erinnerung an Herzogin Helene weiter – und an jenen tragischen Unfall, der ihr Leben abrupt beendete.

Noch immer zieht das Schicksal der jungen Adligen Menschen an, die Antworten suchen. Recherchen, Berichte und Spekulationen füllen das Internet; sie stammen längst nicht mehr nur aus unserer Region. Es ist, als würde dieser stille Landstrich bis heute eine Frage in die Welt hinaustragen, die viele nicht loslässt.

Abb. 7 · Die Einsiedlerkapelle Inzigkofen.
Abb. 7 · Die Einsiedlerkapelle Inzigkofen.

Zufall oder Komplott?

Nach dem Absturz der Twin Bonanza im Juli 1962 kamen schnell Spekulationen auf. Wurde eine Bombe an Bord gezündet? Spielte eine Lebensversicherung über drei Millionen Schweizer Franken, deren Prämie erst am Vortag bezahlt worden war, eine Rolle?

Politische und geheimdienstliche Verstrickungen

Im Mittelpunkt der Vermutungen stand Helenes Ehemann Hassan Sayed Kamil (1918–1991), den die Presse damals als Schweizer Juwelen- und Waffenhändler bezeichnete. Er soll ein Vermögen von rund 200 Millionen Schweizer Franken besessen haben und leitete zwei Züricher Firmen.

Beide Unternehmen waren in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren in geheime Lieferungen für Ägypten eingebunden – trotz eines Schweizer Embargos gegen Waffenexporte in den Nahen Osten. Sie spielten eine Rolle in der Aufrüstung Ägyptens unter Präsident Gamal Abdel Nasser, der von Kamil vermittelte deutsche Flugzeug- und Raketeningenieure und westliche Technik für sein Rüstungsprogramm einsetzte. Das klare Ziel von Nasser: Israel vernichten.

Das ließ die Israelis nicht kalt. Nachdem Abwerbeversuche der deutschen Ingenieure nicht fruchteten, ging man rabiater vor. Ein in Hamburg aufgegebenes Paket, deklariert als Büchersendung, explodierte in der Flugzeugfabrik Heliopolis und tötete fünf ägyptische Arbeiter, sechs weitere wurden verletzt. Ein explosiver Brief an den Chefingenieur Prof. Wolfgang Pilz wurde von seiner Sekretärin Hannelore Wende geöffnet. Sie verlor dadurch ihr Augenlicht.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete damals mehrfach ausführlich über diese verdeckten Aktivitäten.

Vier Versicherungen – kein Hinweis auf ein Verbrechen

In den Unterlagen der Generalstaatsanwaltschaft Hamm finden sich detaillierte Informationen zu den Lebensversicherungen von Helene Kamil. Der zuständige Dezernent stellte in seiner abschließenden Verfügung vom 29. November 1962 fest, dass insgesamt vier Versicherungen auf ihren Todesfall bestanden – alle in Schweizer Franken abgeschlossen:

  • 1 Mio. CHFLloyd’s of London
  • 2 Mio. CHFVita Lebensversicherung
  • 200.000 CHFZürich Lebensversicherung
  • 36.000 CHF / JahrErbrente (Vita)

Die in der Presse erwähnte Prämie von 36.000 CHF, die am Tag vor dem Absturz bezahlt wurde, gehörte zu einem dieser bestehenden Verträge. Dieser Vertrag war jedoch bereits 1960 abgeschlossen worden – also nicht unmittelbar vor dem Unglück, wie damals oft suggeriert wurde.

Die Ermittlungen ergaben keinen Hinweis auf ein Verbrechen oder eine Manipulation im Zusammenhang mit den Versicherungen.

Ein Mahnmal, das nie umgesetzt wurde

Nach dem Absturz wollte der trauernde Witwer Hassan Sayed Kamil an der Unglücksstelle ein Mahnmal in Form einer Gebetskapelle errichten lassen, deutlich größer als die im Münsterland üblichen Bildstöcke oder Sühnekreuze, die traditionell an Unglücksfälle erinnern. Die Baukosten wurden dafür auf 500.000 DM geschätzt. Die geplante Kapelle orientierte sich architektonisch an der Einsiedlerkapelle in Inzigkofen. Die sechs Säulen an der Front waren eine zusätzliche Gestaltungsidee, die dem Gebäude eine elegantere Wirkung verleihen sollte. Der damalige Gemeinderat mit dem Bürgermeister von Riesenbeck, Karl Grüter, lehnte das Vorhaben jedoch ab. Er befürchtete, dass die Pflege und Instandhaltung später zu Lasten der Gemeinde gehen würde. Er verlangte daher eine langfristige finanzielle Absicherung des Unterhalts – eine Bedingung, die Hassan Sayed Kamil nicht erfüllen wollte.

Abb. 8 · Die Zeichnung des Mahnmals (Vorderansicht). Quelle: IVZ-Bericht.
Abb. 8 · Die Zeichnung des Mahnmals (Vorderansicht). Quelle: IVZ-Bericht.
Abb. 9 · Zeitungsartikel von 1962 berichtet über die Vorbereitungen zur Errichtung einer Kapelle im Birgter Feld.
Abb. 9 · Zeitungsartikel von 1962 berichtet über die Vorbereitungen zur Errichtung einer Kapelle im Birgter Feld.

Ein schlichtes Mahnmal bleibt

Als Alternative zur geplanten Kapelle ließ Hassan Sayed Kamil am Unglücksort ein Holzkreuz errichten. Etliche Jahre nach dem Ereignis (2008) entstand von Wolfgang Book dieses schlichte Holzkreuz für Helene Kamil direkt am Birgter Feldweg. Über Jahrzehnte hinweg wurde es mit Blumenschmuck u. a. von den Familien Book und Schäfers liebevoll gepflegt. Als stiller Ort des Gedenkens bewahrt es die Erinnerung an Helene Kamil und Hans Tinnefeld und steht zugleich für eine lokale Kultur des öffentlichen Erinnerns.

Abb. 10 · Das Denkmal im Birgter Feld (2008–2026).
Abb. 10 · Das Denkmal im Birgter Feld (2008–2026).
Abb. 11 · Das Denkmal im Birgter Feld war stets gepflegt und mit Blumen geschmückt.
Abb. 11 · Das Denkmal im Birgter Feld war stets gepflegt und mit Blumen geschmückt.

Die anrührende Geschichte bewegt die Herzen.

Erinnerung durch den IVZ-Bericht50 Jahre nach dem Absturz

Abb. 12 · Zeitungsartikel von 2012 erinnert an den Absturz von Herzogin Helene.
Abb. 12 · Zeitungsartikel von 2012 erinnert an den Absturz von Herzogin Helene.

Ein Leben zwischen Himmel und ErdeHans Tinnefeld († 1962)

Abb. 14 · Porträt von Hans Tinnefeld (1922–1962).
Abb. 14 · Porträt von Hans Tinnefeld (1922–1962).

Wesel, 7. Oktober 1922

In der Stadt, wo die Lippe in den Rhein mündet, wird Hans Tinnefeld geboren. Hans wächst in einer gutbürgerlichen Familie mit einem Bruder auf – in einer Stadt, in der in den 1920er-Jahren noch die Wunden des Ersten Weltkriegs zu spüren sind. In der Garnisonsstadt stehen seither die Kasernen leer. Erst 1936, nach 18 langen Jahren, kehrt das militärische Leben in die Stadt zurück – ein zweifelhaftes Glück, wenn man an das Ende 1945 denkt. Im Hafen legen nur noch selten Schiffe an. Der Handel hat Wesel verlassen und ist flussaufwärts nach Duisburg gezogen. Die 1930er-Jahre sind in Wesel von Arbeitslosigkeit und Armut geprägt.

Mehr wissen wir über seine Kindheit und Jugend nicht.

Der Krieg

Als der Zweite Weltkrieg beginnt, ist Hans Tinnefeld mit seinen 16 Jahren noch zu jung, um sofort eingezogen zu werden. Doch kurz nach seinem 17. Geburtstag im Oktober 1939 meldet er sich freiwillig zur Luftwaffe. Warum? Vielleicht war es Begeisterung für das Fliegen, vielleicht der Sog der Zeit, dem sich eine ganze Generation kaum entziehen konnte – oder eine Kombination aus beidem.

Was wir wissen: Hans Tinnefeld wird Kriegsflieger. Seine fliegerische Erfahrung sammelte er besonders auf der Junkers Ju 88, einem der vielseitigsten und meistgebauten deutschen Kampfflugzeuge des Krieges, das als Schnellbomber, Torpedo- und Aufklärungsflugzeug flog. Er überlebt den Abschuss seiner Maschine – mehr als einmal. Die Akten des Luftfahrt-Bundesamtes halten 1962 fest, was Kollegen über ihn berichten: Er habe „wiederholt Notlandungen gemacht“. Dass er mehrere überlebte, sagt viel über ihn aus.

Was seine genaue Funktion in der Besatzung war, in welcher Einheit er diente, wohin ihn der Krieg führte – all diese Fragen konnten wir bisher nicht beantworten.

Heimkehr in ein neues Leben

Der Krieg endet im Mai 1945. Hans Tinnefeld ist 22 Jahre alt. Was er in den folgenden zehn Jahren tut, wohin es ihn verschlägt, darüber schweigen die Quellen.

Was wir wissen: Er findet zurück nach Wesel. Und er findet Liesel Rippenberg, die seine Frau wird. Liesel Tinnefeld, geborene Rippenberg. Die Adresse, unter der er lebt, ist Wesel, Hansaring 44. Ein bürgerliches Leben in einer Stadt, deren Altstadt nach dem verheerenden Bombenangriff vom Februar 1945 zu 97 Prozent zerstört worden war und die gerade dabei ist, sich neu zu erfinden.

Die Rückkehr in die Luft

Am 15. Mai 1956, Hans ist jetzt 33 Jahre alt, betritt er in Düsseldorf eine Prüfungsbehörde und verlässt sie mit gleich zwei Scheinen in der Tasche: dem Segelflugzeugschein Nr. 166 und dem Privatflugzeugschein Nr. 110. Beide ausgestellt am selben Tag.

Es ist, formell betrachtet, ein Neuanfang. Wer im Krieg geflogen war, musste den zivilen Weg von vorn gehen, unabhängig davon, was er erlebt hatte. Für Hans Tinnefeld dürfte das Absolvieren dieser Prüfungen kaum eine Herausforderung gewesen sein – sie waren eine Formalität.

Der nächste Schritt folgt rasch. Am 6. April 1957 erwirbt er in Bayern den Berufsflugzeugschein Nr. 30, gültig für Flugzeuge bis 5.700 Kilogramm. Warum in Bayern? Auch das wissen wir nicht. Vielleicht lag dort die Ausbildungsstätte, vielleicht ein Arbeitgeber, vielleicht ein Lehrgang. Am 20. Mai 1958 kommt das Funksprechzeugnis hinzu, im Oktober desselben Jahres die Verlängerung seines Berufsscheins.

Und dann, am 9. Juli 1959, der vielleicht bezeichnendste Schein von allen: die Lehrberechtigung. Hans Tinnefeld, der Mann, der im Krieg abgeschossen wurde und wiederholt notgelandet war, darf nun anderen sein Wissen weitervermitteln.

Der Karrieresprung

Hans Tinnefeld tritt in den Dienst der Air Lloyd, Deutsche Nah-Luftverkehr AG in Köln. Es ist eine Fluggesellschaft, die in den frühen 1960er-Jahren den wachsenden Bedarf an Geschäfts- und Charterflügen im Nachkriegsdeutschland bedient. Er fliegt zweimotorige Maschinen, er ist zuverlässig, er ist erfahren.

Seine Kollegen und Vorgesetzten beschreiben ihn als „besonders ruhig und überlegt“, von seiner Firma wird er „bestens beurteilt“.

Seit Hans als Privatflieger und Berufspilot wieder fliegen durfte, hatte er über 800 Flugstunden absolviert. Das ist keine beeindruckende Zahl im Vergleich mit Linienpiloten jener Zeit – aber das war er auch nicht. Im Kontext eines kleinen Nahluftverkehrsunternehmens ist es ein solider, glaubwürdiger Wert, der zeigt, dass Hans kein Gelegenheitspilot war, aber auch kein Hochleistungspilot im Dauereinsatz. Er war ein erfahrener, verlässlicher Berufsflieger – also genau das, was der LBA-Vermerk über ihn festgestellt hatte.

Der tödliche Absturz am 7. Juli 1962

Es ist ein Samstag. Hans Tinnefeld startet um 09:49 Uhr in Köln. Sein Auftrag: Er soll Helene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz, verheiratete Kamil, auf der Nordseeinsel Sylt abholen und nach Düsseldorf bringen. Die Maschine ist eine Twin Bonanza D-INLH, Baujahr 1961, erstklassig gewartet, Wert 500.000 DM. Benzin für fünf Stunden an Bord.

Der Hinflug nach Sylt verläuft ohne Zwischenfälle. Um 12:57 Uhr hebt er in Westerland ab – Kurs Düsseldorf, Flugzeit geplant 1 Stunde 51 Minuten, Benzin für drei Stunden.

Er erreicht sein Ziel nicht.

Um 14:05 Uhr stürzt die Twin Bonanza bei Riesenbeck-Ibbenbüren im Kreis Tecklenburg ab. Zwei Bauern auf einem Feld sehen, wie die Maschine aus südwestlicher Richtung kommt – auffällig langsam, auffällig niedrig, dreißig bis vierzig Meter über dem Boden. Sie dreht eine Linkskurve. Sie hebt die Nase. Und fällt. Beim Aufschlag: sofort Feuer.

Hans Tinnefeld stirbt bei diesem Absturz. Er ist 39 Jahre alt. Am Donnerstag, dem 11. Juli 1962, um 11:00 Uhr, wird er in Wesel beerdigt. Liesel Tinnefeld, geborene Rippenberg, bleibt zurück.

Dieser Lebenslauf basiert ausschließlich auf belegten Quellen: dem Unfallbericht des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) von 1962, dem Zeitungsartikel der NRZ vom 11. Juli 1962 sowie den Augenzeugenberichten der Polizeibefragung vom 8. Juli 1962. Offene Fragen, insbesondere zur Kriegszeit und zu den Jahren 1945–1956, sind Gegenstand laufender Archivrecherchen.

Abb. 13 · Todesanzeige von Hans Tinnefeld, in der Zeitung am 9. 7. 1962 erschienen.
Abb. 13 · Todesanzeige von Hans Tinnefeld, in der Zeitung am 9. 7. 1962 erschienen.

Die Forschungsarbeit des Arbeitskreises60 Jahre nach dem Absturz

2021

Beginn der Forschungsarbeiten

Im Jahr 2021 nahm der Arbeitskreis Ortsgeschichte & Ahnenforschung des Heimatvereins Riesenbeck e. V. seine intensiven Recherchen zur Familie Kamil sowie zu den Hintergründen des Absturzes auf. Mit großem Engagement wurden historische Dokumente gesichtet, Zeitzeugen befragt und Presseberichte ausgewertet. Unter der Leitung von Elisabeth Müller hatte sich der Arbeitskreis bereits lange vor 2021 mit dem Thema beschäftigt und erste Vorarbeiten geleistet.

2021–2023

Aufbau einer umfassenden Dokumentation

In den folgenden Jahren entstand Schritt für Schritt eine systematische Sammlung aller verfügbaren Informationen. Recherchen, Fundstücke und Untersuchungsergebnisse wurden sorgfältig dokumentiert und flossen in eine eigens angelegte Datenbank, die heute als zentrales Archiv dient. Zahlreiche Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, Schulen, Vereinen und Interessierten wurden beantwortet und trugen zur weiteren Verdichtung des Wissens bei. So entwickelte sich ein detailliertes Bild der historischen Ereignisse und der betroffenen Familie.

Ein Buch, das Weltgeschichte vor der Haustür greifbar macht

Abb. 15 · Titelseite des Buches über Herzogin Helene – eine interessante Aufarbeitung der Geschehnisse.
Abb. 15 · Titelseite des Buches über Herzogin Helene – eine interessante Aufarbeitung der Geschehnisse.

Die seit 2025 vorliegende Broschüre des Heimatvereins Saerbeck zeichnet ein eindrucksvolles und vielschichtiges Bild dieser außergewöhnlichen Biografie. Sie macht nicht nur das persönliche Schicksal der Familie Kamil sichtbar, sondern öffnet zugleich den Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Spannungen jener Zeit – Spannungen, die das Geschehen bis heute in ein besonderes Zwielicht tauchen und seine historische Bedeutung unterstreichen.

Mit großer Sorgfalt, Empathie und historischer Genauigkeit gelingt es der Broschüre, ein Kapitel lokaler Geschichte zu beleuchten, das weit über den Ort hinausweist.

Für diese wertvolle Aufarbeitung und die behutsame Darstellung gilt unser aufrichtiger Dank.

Buch bei Amazon bestellenISBN 978-3-69-510534-2

Erneuerung des Denkmals

Abb. 16 · Ein Foto von 2026 dokumentiert den maroden Zustand des Kreuzes im Birgter Feld.
Abb. 16 · Ein Foto von 2026 dokumentiert den maroden Zustand des Kreuzes im Birgter Feld.

Bei einer Begehung stellte der Arbeitskreis – u. a. mit Josef Brink – fest, dass das am Absturzort errichtete Holzkreuz inzwischen stark verwittert und in seiner Substanz gefährdet war. Um den Erinnerungsort zu bewahren und die Würde der Gedenkstätte zu sichern, fasste der Arbeitskreis den Beschluss, das marode Kreuz zu ersetzen und durch eine neue, dauerhafte Ausführung zu würdigen. Bedingung: Es soll ein pflegeleichter Erinnerungsort entstehen.

Material, Aufbau und NachhaltigkeitDie neue Stele

Abb. 17 · Mai 2026: das neue Denkmal nimmt Gestalt an.
Abb. 17 · Mai 2026: das neue Denkmal nimmt Gestalt an.

Für die Konstruktion werden zwei gebrauchte Granit-Grabrandsteine eingesetzt. Die Wiederverwendung dieser hochwertigen Natursteine verlängert deren Lebenszyklus erheblich und reduziert den Bedarf an neuem Material – so entsteht ein ressourcenschonendes, langlebiges Bauelement mit minimalem Pflegeaufwand.

Stele

Maße je Stein
18 × 8 cm
Naturstein
Granit, dicht, hart, frostbeständig, rötlich, poliert
Dichte
2,6–2,8 t/m³
Gesamtgewicht
ca. 160 kg

Fundament

Fundamentmaß
70 × 50 × 50 cm
Betonvolumen
0,175 m³
Fundamentgewicht
ca. 400 kg
Faustregel
Fundament = 2,5 × Steingewicht

Bei einem Steingewicht von 160 kg ergibt sich ein erforderliches Fundamentgewicht von 400 kg. Damit ist die Kippsicherheit dauerhaft gewährleistet – auch bei Windlast, Frost-Tau-Wechseln und Bodenbewegungen.

  • Ökologisch: kein neuer Abbau, keine energieintensive Produktion
  • Ökonomisch: geringere Materialkosten
  • Technisch: Granit bleibt über Jahrzehnte stabil und pflegeleicht
  • Symbolisch: ehemalige Grabsteine erhalten einen neuen, würdevollen Zweck als Erinnerungsort

Die Kombination aus robustem Fundament, langlebigem Naturstein und der bewussten Wiederverwendung gebrauchter Materialien schafft eine stabile, nachhaltige und würdige Stele – ideal für einen dauerhaften Erinnerungsort mit minimalem Pflegeaufwand.

Die Einweihung des neuen Denkmals

Abb. 18 · Das neue Denkmal kurz vor der Fertigstellung, Mitte Mai 2026.
Abb. 18 · Das neue Denkmal kurz vor der Fertigstellung, Mitte Mai 2026.

FundpunktStandort im Birgter Feld

Abb. 19 · Übersichtskarte des Standorts des Denkmals im Birgter Feld.
Abb. 19 · Übersichtskarte des Standorts des Denkmals im Birgter Feld.
Abb. 20 · Detailansicht des Denkmals im Birgter Feld.
Abb. 20 · Detailansicht des Denkmals im Birgter Feld.

Eine Geschichte zum Nachdenken und Nachlesen

Die Geschichte ist reich an Frauen, die mit Mut, Haltung und Engagement gewirkt haben – und deren Beiträge dennoch oft im Schatten geblieben sind. Auch Herzogin Helene zu Mecklenburg-Strelitz gehört zu jenen Persönlichkeiten, deren Leben und Wirken heute kaum bekannt sind, obwohl sie in ihrem Umfeld Verantwortung übernahm und wichtige Impulse setzte.

Anlässlich des 64. Jahrestages (7. 7. 2026) des Unglücks im Birgter Feld möchten wir Herzogin Helene mit der neuen Gedenkstele wieder sichtbar machen: ihre Biografie, die Orte ihres Wirkens und die Spuren, die sie hinterlassen hat. Damit bewahren wir nicht nur ihr Andenken, sondern rücken zugleich die Bedeutung engagierter Frauen für unsere Geschichte und Gesellschaft in den Blick.

Wer tiefer in die spannende Geschichte von Helene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz eintauchen will, dem sei die Broschüre über ihr Leben wärmstens empfohlen.

AnhangQuellen

  • Archiv Heimatverein Riesenbeck e. V.
  • Archiv Arbeitskreis Ortsgeschichte
  • Zeitzeugen und Presseberichte
  • Broschüre: „Der Absturz der Herzogin Helene zu Mecklenburg-Strelitz im Birgter Feld bleibt mysteriös“ – zu beziehen über den Heimatverein Saerbeck
  • Fotos: Archiv Heimatverein Riesenbeck e. V.
  • Zeitzeugen der Riesenbecker Feuerwehr
  • Stadtarchiv Wesel

Redaktion und Zusammenstellung: Gregor Werthmöller

Mitwirkende: Josef Brink, Josef Berkemeier, Heribert Diesel und Dieter Feldmann

Mitwirkende bei der Aufstellung der neuen Stele (April 2026): Josef Brink sowie der Arbeitskreis Ortsgeschichte des Heimatvereins Riesenbeck e. V.

Heimatverein Saerbeck
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