Eigener Bericht Autor: Harald Schütz
Rund 100 Heimatfreunde der beiden Heimatvereine Saerbeck und Riesenbeck gaben der Einweihungsfeier der Erinnerungsstelen im Birgter Feld einen würdigen Rahmen. Auf den Tag genau vor 64 Jahren starben dort bei einem Flugzeugabsturz die Herzogin Helene zu Mecklenburg-Strelitz und ihr äußerst flugerfahrener Pilot Hans Tinnefeld. Die Absturzursache konnte nie ganz geklärt werden. Fest steht aber, dass die Herzogin als Mitglied des europäischen Hochadels mit verschiedenen Königshäusern in direkter Linie verwandt war, dass Ihr ägyptischer Ehemann in Waffengeschäfte im Auftrag des damaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser verwickelt war und dass auf das Leben der Herzogin mehrere hohe Lebensversicherungen abgeschlossen waren. Ein schlichter Unglücksfall oder doch ein Anschlag mit politischem Hintergrund? Genug Stoff für verschiedenste Spekulationen, die Heribert Diesel, Dieter Feldmann und Josef Berkemeier recherchiert und in einem Buch zusammengefasst haben. Erhältlich beim Heimatverein Saerbeck.
Zusammen mit dem Heimatverein Saerbeck wurde jetzt das bisherige, verwitterte Holzkreuz an der Absturzstelle gegen zwei Steinstelen ausgetauscht. Als Vertreter der Familie war der Neffe der Herzogin, Herzog Borwin zu Mecklenburg aus Freiburg angereist. Er bedankte sich sehr herzlich für die Initiative der beiden Heimatvereine zum Gedenken an seine Tante und die Aufarbeitung des Unglücks. Dr. Tobias Lehberg überbrachte die Grüsse beider Gemeinden. Heribert Diesel erläuterte für das Autorenteam den geschichtlichen Kontext des Ereignisses vor gut 60 Jahren und verlas Grußworte von Karl-Josef Laumann und der mittlerweile 86-jährigen Prinzessin Irina zu Isenburg, dem Patenkind der Herzogin, zu deren Taufe letztere seinerzeit anreisen wollte. Zum Abschluss segneten Pfarrer Ramesh und Pfarrer Schröder die Stelen.
Beim Ausklang in der Loungerie des Bioenergieparks gab es dann noch Gelegenheit, vertiefende Informationen von den Beteiligten zu erhalten.