Eigener Bericht Autor: Harald Schütz
Wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Wie auch in den Vorjahren zog das Klöncafe des Heimatvereins über 100 Gäste an, die das Pfarrheim bis auf den letzten Platz füllten. Das Konzept, sich jedes Jahr gemeinsam beim gemütlichen Kaffeetrinken die historische Entwicklung einer Saerbecker Strasse anzusehen, fand wieder großen Anklang.
Dieses Mal ging es um die Ibbenbürener Strasse. Josef Berkemeier und Ludger Dierksmeier war es gelungen, Anliegerfamilien zu gewinnen, die als Zeitzeugen mit Fotos und persönlichen Erlebnissen einen gleichermaßen kurzweiligen wie informativen Einblick in die Geschichte der bedeutendsten Durchgangsstraße der Gemeinde gaben.
Dabei kamen wieder viele selbst erlebte oder überlieferte Anekdoten und Dönkes zur Sprache, die sonst sicher nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt hätten. Wer hätte sonst erfahren, dass nach dem 2.Weltkrieg auch schon mal der Blindgänger einer Brandbombe in der eigenen Werkstatt entschärft wurde.
Los gings am „Höhnerdreieck“, dem heutigen Standort der evangelischen Arche.
Ludger Dierksmeier erläuterte, dass die Ibbenbürener Strasse ursprünglich die Strasse der Handwerker war. Historische Fotos belegten Gewerke wie Schmiede, Stellmacherei, Holzschuhanfertigung, Schreinerei, aber auch einen Lebensmittelhandel, eine Tankstelle, eine Autowerkstatt, eine Gaststätte, die „Catharinenburg“, und sogar eine Polizeistation. Stoff genug, um für einen unterhaltsamen Nachmittag zu sorgen.
Auch im kommenden Jahr plant der Heimatverein wieder ein Klöncafe mit historischen Dorfmotiven. Der Ehrenvorsitzende Ludger Dierksmeier bat dazu alle Heimatfreunde und Saerbecker Bürgerinnen und Bürger, dem Heimatverein historisches Bild- und Informationsmaterial zum Kopieren zur Verfügung zu stellen, damit die Saerbecker Gemeindegeschichte lebendig gehalten werden kann.