Eigener Bericht Autor: Harald Schütz
Gut 2 Stunden Plackerei mit Säge, Schere, Spaten und Extraktigator. Bettina Kordes-Wegener und ihre KollegInnen von der Biologischen Station des Kreises waren zufrieden mit der diesjährige Pflegeaktion am Hanfteich.
Gut ein Dutzend freiwillige Helfer des Heimatvereins Saerbeck und die Landjugend hatten in gemeinsamer Handarbeit Birken-, Brombeer- und Kiefersprösslinge entfernt und den Hanfteich so wieder ein Stück vorm Zuwachsen bewahrt. Und dabei auch vieles über die Historie des Gewässers und die dort vorhandene Flora erfahren.
Das älteste Naturschutzgebiet der Gemeinde liegt zurzeit aufgrund Wassermangels verhältnismäßig unscheinbar am Wegesrand in Richtung Westladbergen.
Und dennoch ist es ein wahres Kleinod, denn es beherbergt gleich mehrere Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind und auf der roten Liste stehen. Allen voran der Gagelstrauch, der im Hanfteich in ungewöhnlich hoher Dichte vorkommt und sogar eine Insel in der Teichmitte gebildet hat. Der Gagelstrauch wurde historisch zum Bierbrauen und für die Herstellung von Kräuterschnäpsen genutzt. Noch heute gibt es in Belgien das Biobier „Gegeleer“, in Holland das „Koyt Gruitbier“.
Fotos: Heimatverein Saerbeck


